KASEMATTENTHEATER Direction : Public Relations/Presse : Adresse de la salle : Adresse postale : ZUFAHRTSPLAN ![]() HISTORY Am 11. Dezember 1964 wurde das Kasemattentheater unter dem offiziellen Namen " Centre Grand-Ducal d’Art Dramatique " a.s.b.l gegründet. Tun Deutsch schwebte ein avantgardistisches Theaterschaffen vor, das nicht nur die intellektuelle Bourgeoisie, sondern ein neues Publikum in einer neuen Spielstätte anziehen sollte. Über diese Truppe versuchte Tun Deutsch das Berufsbild des Schauspielers hierzulande bekannt zu machen um die luxemburgische Jugend zum Theater zu bringen. Die Idee trug Früchte : Aus dem Kasemattentheater gingen junge Schauspieler, echte Theaterleute hervor, die nicht nur einen Namen in Luxemburg, sondern auch an ausländischen Bühnen haben. Im Jahre 1965 entstand die Idee im Sommer ein Theaterfestival in den Festungsmauern der Stadt Luxemburg : Kasematten genannt, zu organisieren. Ein einzigartiger Raum, der durch seinen natürlichen und außergewöhnlichen Rahmen, dazu geeignet war eine ganz spezielle Theateratmosphäre zu schaffen, wurde im Bockfelsen ausfindig gemacht. Mit " La leçon " und " La jeune fille à marier " von Ionesco begann im Juli 1965 das erste Sommerfestival in den Bock-Kasematten. Die Ionesco-Aufführungen waren zum Theaterereignis des Jahres geworden. Die Presse und das Publikum waren begeistert von dieser Neuerung und die Theaterfreunde erwarteten mit Spannung das nächste Programm. Überall wurde vom “ Kasemattentheater “ gesprochen, sodass der frühere Name “ Centre grand-ducal d’art dramatique “ beim Publikum in Vergessenheit geriet. Man sprach nur mehr vom Kasemattentheater, wenn man von Tun Deutsch’s Truppe redete. Aus dem reichhaltigen Spielprogramm seien nur einige Autoren hervorgestrichen, wie Sartre, Ionesco, Obaldia, Camus, Saunders, Mrozek, Walser, Kafka, Fo, Schiller, Ibsen, Brecht, Fassbinder, Cechov, Kreisler, Pinter u.v.a. Auch mit seinen literarischen Kabarettprogrammen füllte das Kasemattentheater eine langjährige Lücke im kulturellen Leben aus. Aus dem Versuch im Jahre 1972 einen Tucholsky-Abend zu veranstalten wurde eine Institution, die über Jahre hinaus die Literatur-und Kabarett-Freunde begeisterte. Tun Deutsch erlag im Oktober 1977 im Alter von 45 Jahren einem Herzversagen. Die Erfolge des Kasemattentheaters hatten Bewegung in die Theaterszene gebracht, sodass es für die Verantwortlichen des Ensembles kein Bedenken gab Tun’s Werk weiter zu führen. Während dem Theaterfestival im Sommer 1995 feierte das Kasemattentheater sein 30 jähriges Jubiläum in den Bock-Kasematten. Zur Aufführung kam " Kesselflicker Hochzeit " von John Synge, das Theaterstück, in dem Tun Deutsch, als irischer Pfarrer zum letzten Mal auf der Bühne stand. Jahrelang suchten die Verantwortlichen vergebens nach einem geeigneten Theaterraum, in dem das Ensemble sich fest installieren könnte. Im November 1991 durfte sich das Kasemattentheater "provisorisch" im alten Tramsschapp auf Limpertsberg einquartieren. In einem Teil des ausgedienten Straßenbahndepots konnte ein interessiertes Publikum bis zum Jahre 1997 viele künstlerisch hochwertige Produktionen erleben. Im März 1998 war endlich das ersehnte Ziel erreicht, als die Gemeindeverwaltung der Stadt Luxemburg dem Kasemattentheater erlaubte eine ausgediente Lagerhalle als Theaterstätte einzurichten. So entstand in der rue du Puits in Luxemburg-Bonneweg ein Theatersaal, der den Namen " Saal Tun Deutsch " trägt. Im März 1999 fand die feierliche Eröffnung mit Dario Fo’s "Kinder, Küche, Kirche " statt.
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